love&hate

November 24, 2009 at 10:09 (AMY, Wort + Bild, about Lilitha, artists, colour black, dark poetry, dark romantic, dark voice, death, fotos, gothic-style, love, lyrics, metamorphoses, music, paintings/drawings, portrait, selfreflexions, symbolism, visions) (, , , , , )

DARK AMY

 

dark amy is grieving about bloodflowers

http://www.youtube.com/watch?v=Yw91BxwFE5s

maybe love = hate

(BLOODFLOWERZ : DAMAGED PROMISES)

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Sekunde, das Schilf aufgedeckt

August 26, 2009 at 9:21 (1second-reeds, Literatur, Mannersdorf, Seensucht, about Lilitha, artists, nature) (, , , )

Als Nachwort für meine am 14.August 2009 zu Ende gegangene Ausstellung „Sekunde, das Schilf“ möchte ich das Schilfdickicht lichten. Der Leitspruch stammt aus der literarischen Feder von Dieter Scherr, nachzulesen in Codac 1990, Das Fröhliche Wohnzimmer-Edition. Ein Interview mit dem Literaten gibt es hier: http://www.vordenker.de/kollegen/scherr.htm

„Warum gerade das Schilf?“ Diese Frage wurde mir während meiner Ausstellungsbetreuung mehrmals gestellt. Schon als Kind und heranwachsende Jugendliche hatte ich eine große Beziehung zum Neusiedlersee. Das von meiner Familie meist besuchte Seebad Weiden nutzte ich neben sommerlicher Erholung zum Malen und Fotografieren. Seit zwei Jahren erforsche ich das Nordburgenland (Eisenstadt, Donnerskirchen, Rust, Oggau, St.Margarethen, Siegendorf, Neusiedl am See, Breitenbrunn, Jois, Weiden) und seine angrenzenden Orte (Bruck an der Leitha, Sommerein, Mannersdorf, Hof, Au, Stotzing) und verarbeite meine Eindrücke in malerischen, experimentellen, fotografischen und lyrischen Werken, die auszugsweise auf diesem blog zu lesen sind.

Zu dem „Fixstern“ Rust bin ich über die Ausstellung „lake-a-like“ von Andreas Roseneder gekommen. Mit seinen KollegInnen Traute Macom (Aquarellkurs 2007) und Hans Lichtenberger (Aquatest 2009) arbeite ich intensiv zusammen. Die Vernissage von Hans Lichtenberger im Rehabzentrum Zicksee bot Traute und mir die Möglichkeit eine gemeinsame Ausstellung im nächsten Jahr auf die Beine zu stellen. Ihre derzeitigen Arbeiten werden am 23.Oktober 2009 im Haus der Begegnung in Eisenstadt zu sehen sein. Reger Austausch und gemeinsames Schaffen mit meinen Freunden (Silvia Swoboda, Eva Mühlberger, Kathrin Siegl) verleihen mir Stabilität, wie auch Kontinuität und verhindern in Krisen den Rückzug in die Depression.

Am meisten freut es mich, wenn ich meine Kreativität mit anderen Menschen teilen kann.

- Lilitha

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nebenbei bemerkt

November 12, 2008 at 10:28 (Anton Socha, Gedanken, Gesellschaft, artists, others, selfreflexions, society) ()

Heute hatte ich eine sehr interessante Unterhaltung mit Anton Socha, einem Künstler aus Wienerherberg. (siehe http://lilithmoerk.wordpress.com/2008/10/19/graphische-sammlung-von-anton-socha/)

Wir konnten über sehr viele Dinge miteinander sprechen, z.B über die Unmöglichkeit Kunst nebenbei auszuüben. (siehe http://lilithmoerk.wordpress.com/2008/03/20/kunst-nebenbei/)

Er hat mir erzählt, dass sich nahezu niemand vorstellen kann, wieviel Zeit, Energie und Arbeit hinter einem Bild oder einem Lied steckt. Mit Nachdruck betonte er, dass es unmöglich ist, diese zahlreichen schöpferischen Ideen irgendwo hinten anzustellen. Mit diesen Worten ermutigte er mich weiterzumachen.

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Ausstellung in der Ausstellung

Oktober 19, 2008 at 9:28 (Anton Socha, Gesellschaft, artists, between times, colour black, fotos, portrait) (, , , , , , )

Graphiken der 40-er Jahre

Grafiken der 40-er Jahre


(fotografische Abbildungen der Werke Anton Sochas)

Ich wusste immer schon, dass „Herr Socha“ irgendwie anders ist. Aufgefallen ist mir seine besonders sensible Art, die sich von der mir bekannten herkömmlichen Umgangsform in Wienerherberg deutlich unterscheidet. Es scheint ihm wichtig zu sein, sich nach außen mitzuteilen und dabei angehört, vielleicht sogar verstanden zu werden. Genau diese Erwartung, wie er mir erklärte, wird aber nur in seltenen Fällen erfüllt.

Im Laufe des Gesprächs mit Anton Socha entdeckte ich viele Gemeinsamkeiten; stundenlang in Ruhe zeichnen, sich an der Natur erfreuen, Eindrücke einfangen, experimentelle Photographie, Gedichte schreiben  und vieles mehr… Der Altersunterschied von 62 Jahren spielte dabei keine Rolle, weil Kunst verbindet und sich über solche Grenzen hinwegsetzt. Sein Gesicht strahlte, als er merkte, dass er ungezwungen erzählen durfte. Auch ich hatte große Freude daran, seinen Worten zu lauschen und der Vielseitigkeit seiner künstlerischen Bandbreite ansichtig zu werden. Mit dem Einblick in sein Schaffen ergänzte sich mein Bild, das ich von diesem Menschen bisher hatte. Mir schien, als wäre mir ein Licht aufgegangen.

Er betonte mit Nachdruck wie froh er ist, dass er mir die Fotos zeigen darf, da ich Verständnis für solche Dinge habe. Diese frohe Botschaft nahm ich mit einem bittersüßen, schmerzlichen Gefühl auf. Ich stellte mir die Frage, warum sich sonst niemand Zeit nimmt, um sich mit seiner Kunst auseinanderzusetzen. Warum bleibt er alleine mit seinen Werken?

In Wienerherberg kennen sich alle untereinander. Man trifft sich auf der Straße, im Geschäft, in der Sonntagsmesse, in den Gaststuben, beim Heurigen, auf den Festen und an sonstigen Plätzen. Man zeigt einander Interesse an dem was der andere macht. Warum geht das bei Anton Socha nicht? Um sich mit Kunst auseinanderzusetzen, muss man selbst kein Künstler sein! Leute hören Musik, auch wenn sie keine Musiker sind.

Bei der Verabschiedung fragte er lachend mit lauter Stimme:  „Wem hätte ich denn sonst die Fotos zeigen können, wenn nicht Ihnen? Wem?“ Für mich war klar, dass er den Fokus sozusagen auf die „Blinden“ lenkte und nicht auf mich „Sehende“. Warum will niemand hinsehen? Wovor haben die Leute Angst?

In meiner Eröffnungsrede am Abend des 18. Oktobers habe ich an mein Publikum apelliert, sich Zeit zu nehem, um hinzusehen. Gestern hat mir jemand gestanden, nicht erkannt zu haben, ob bei LOOK ON neue Bilder hängen oder diesselben wie bei Body & Soul. Das ließ bei mir einige Fragen offen. Eine davon ist, wozu der Mensch mit Augen ausgestattet ist, wenn er sie nicht einsetzt.

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