Ich hoffe, keine „La Traviata“ = „die vom Weg Abgekommene“ zu werden, konnte aber die Geschichte von Violetta und Alfredo gestern im Römersteinbruch in St. Maragrethen genießen. Die Atmosphäre unter freiem Sternenhimmel, mitten in diesem „Urgestein“ zu sitzen, war traumhaft. Die Grenze zwischen Oper und Realität wurde zunehmend zu einer fließenden.
Die Aufführung kam zu einem Ende, meine eigene Geschichte geht jedoch weiter…
che la belleza infiora.
E la fuggevol ora s’inebrii
a voluttà.
Libiamo ne’dolci fremiti
che suscita l’amore,
poichè quell’ochio al core
Omnipotente va.
Libiamo, amore fra i calici
più caldi baci avrà.
All:
Ah, libiamo;
amor fra i calici
Più caldi baci avrà
Violetta:
Tra voi tra voi saprò dividere
il tempo mio giocondo;
Tutto è follia nel mondo
Ciò che non è piacer.
Godiam, fugace e rapido
e’il gaudio dell’amore,
e’un fior che nasce e muore,
ne più si può goder.
Godiam c’invita un fervido
accento lusighier.
All:
Godiam, la tazza e il cantico
la notte abbella e il riso;
in questo paradise
ne sopra il nuovo dì.
Violetta:
La vita è nel tripudio
Alfredo:
Quando non s’ami ancora.
Violetta:
Nol dite a chi l’ignora,
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Alfredo:
e’ il mio destin così …
All:
Godiamo, la tazza e il cantico
la notte abbella e il riso;
in questo paradiso ne sopra il nuovo dì.
Seit der ersten Einsetzung der Menstruation hatte ich schon die Idee mit diesem speziellen Blut zu malen. Nie habe ich die Umsetzung gewagt, immer nur die Vorstellung weitergeboren, bis sie heute endlich zu Tage trat. Aquarell war mir dabei eine große Hilfe, auch der Abfluss in der Badewanne.
Der Prozess selbst war tief existenziell: ich sah den roten Schmerz seine Wege bahnen, wie er sich wunderschön verästelte und immer weiter verrann. Als mir das Blut ausgegangen ist, diente mir rote Aquarellfarbe.
Der Auslöser
Ich war selbst erstaunt über die plötzliche Umsetzung der blutigen Idee. Da erinnerte ich mich an ein Gespräch mit einer Frau über Hermann Nitsch. Ganz entsetzt erzählte sie mir, der Künstler hätte eine blutige Frauenbinde an die Leinwand geklebt und dieses „furchtbare Werk“ auch noch aufgehängt und zum Verkauf freigegeben. In diesem Moment fiel mir ein, dass ich doch schon seit langer Zeit mit dem Gedanken spiele aus der Menstruation künstlerisch zu schöpfen. Ich wollte ihr meine Überlegung zur Antwort geben, habe es aber dann doch nicht gemacht und sie weiter schimpfen lassen über den „blutigen Künstler“.
Gestern in den Abendstunden im Bierzelt in Haslau: alkoholisiert und schon völlig neben mir, sagte plötzlich eine mir bekannte Frau, ich würde sicher einmal den großen Durchbruch schaffen. Einfach so. Ich habe gar nicht danach gefragt. Im nüchternen Zustand hätte mich diese Aussage mindestens genau überrascht. Ich war im Rausch verwundert über diese Prophezeiung. Was war es? Ein sicherer Zuspruch einer weisen Frau?
Ihre Worte kamen so überraschend wie die Funken des Feuerwerks, das zu später Stunde vor dem Zelt stattgefunden hat. Ob sich der Durchbruch so explosiv anfühlt wie das farbige, laute Spektakel in finsterer Nacht? Somit war ich doppelt berauscht.
Hinzu kommt, es war ein Tag, an dem ich wieder ein Bild verkaufen konnte. Das Feuerwerk war groß!