Der Weg in und aus der Malerei
Der Weg in die Malerei führte in die Auseinandersetzung mit eigenen Gefühlen/Emotionen. Die Arbeiten selbst dienten zur Verarbeitung inneren und äußeren Leidens, Mitleid mit anderen kranken oder verzweifelten Menschen. Der malerische Ausdruck als Plattform für Wünsche, Vorstellungen, Traumverarbeitungen mit dem Ziel Betrachter zu bewegen, ihre Aufmerksamkeit zu erregen als Form in Kommunikation zu treten.
Die hohe Erwartung mit eigenen Ideen neue Türen zu öffnen, neue Möglichkeiten in Betracht zu ziehen, sich an anderen Künstlern zu orientieren im positiven, wie im negativen Sinn, um erfolgreich zu werden, brach in sich zusammen. Die vorhersehbaren Schwankungen zusammen mit persönlichen Konflikten, in Kauf zu nehmen lösten unweigerlich Blockaden aus, im eigenen Empfinden und hinsichtlich der kreativen Produktion.
Der Weg aus der Malerei führt in ein ungewisses Leben, in die Vermeidung erneuter Krisen die aus finanziellen Notlagen entstanden, dem Bewusstwerden des Ungleichgewichts von Produktion und Verkauf und des Sicheingestehens eines mittelmäßigen Talents, keines Genies. Genau das Genie aber zerbricht an den Mißerfolgen seiner Höchstleistungen.
Lebenslauf
Anfangs wollte ich Künstlerin und Kunsthistorikerin werden. Ich dachte, beides zu vereinen wäre ideal.
Das eine Fach war jedoch unüberwindbar und da begann ich an einer künstlerischen Persönlichkeit zu arbeiten.
Das Zeichnen und Malen ist eine Fähigkeit, die ich mir seit Kindheit selbst aneignete. Es war für mich ein erstrebenswertes Ziel aus mir etwas zu machen, mich in diesem Bereich zu etablieren.
Wenn ich so werden wollte wie die anderen, hatte ich immer das Gefühl hinterherzuhinken, den Ansprüchen nicht gerecht zu werden. Ich setzte mir immer bestimmte Personen zum Vorbild um wie diese ein erfülltes selbstbestimmtes Leben zu erlangen. Es gab jedoch immer Gründe an denen dieses Vorhaben scheiterte.
In der Schule mochte ich zwar beliebt gewesen sein, erbrachte aber nicht den erwünschten Erfolg, was mir persönlich, wenn ich es auch nicht immer zeigte schwer zu schaffen machte.
Nach der Erholung einiger depressiven Phasen schien es mir unerklärlich wie es so weit kommen konnte, dass ich in diese depressiv-lähmende Zustände gekommen bin und ich war fest davon überzeugt, nicht wieder so tief zu sinken. Bis heute.
Die Traurigkeit ist zu einem täglichen Begleiter geworden. Die Vorwürfe darüber, dass ich keine gesellschaftlich angemessene Arbeit/Ausbildung in Angriff genommen habe wachsen mir über den Kopf.
Mich schmerzt die eigene Unfähigkeit Energien für neue Projekte, Ziele aufzubringen, ebenso wie die Tatsache nur einen kleinen Teil für die Selbsterhaltung beizutragen.
Ebenso ist mir schleierhaft wie es dazukommen kann keinen geeigneten Partner für mich zu finden, denn an die Liebe habe ich immer geglaubt, bis zur Erfüllung ist es jedoch nie gekommen.
Ich dachte erwachsen zu werden und nehme mich immer noch als das depressive Schulmädchen wahr,
das weder den eigenen noch den gesellschaftlichen Erwartungen entspricht.
Selbst wenn ich mir selbst einrede ich sollte weder traurig noch nachdenklich sein,
gelingt es mir nicht dem Folge zu leisten.
Baumgeheimnis
Als wir wiederum nicht wussten was zu tun wohin sich wenden
kamen wir zu einem Fluss
Wir verspürten leichten Schwindel
in der Nachbarschaft von Elstern
und der Tag verschwand im Dunkel
Kratz keinen Namen in die Wand
ritz’ keinen Namen in die Hand
Als wir wiederum nicht wussten was zu tun wohin sich wenden
liefen wir stundenlang umher auf den Alleen und am Ende
kamen wir zu einem Platz weit draussen vor der Stadt wo wir noch nicht gewesen sind
der erste Kreis der Hölle war gleich neben an,
die Pforte des Himmels öffneten sich vor unseren Augen,
die Worte der Weisheit…
(Tocotronic : Harmonie ist eine Strategie)
Kunstzensur in Bruck an der Leitha
Mich hat die Nachricht über die Kunstzensur in Bruck an der Leitha nicht kalt gelassen. Im Gegenteil, diese Aktion ruft viele Fragen in mir hervor. °Warum wird abmontiert, weggebracht was nicht gefällt aber erlaubt ist?
°Warum wird Kunstfreiheit angeboten und gleichzeitig zunichte gemacht?
°Warum wird gesetzeswidrig gehandelt in einem “selbstverständlichen, allgemeingültigen” Sinn?
Ich persönlich empfinde diese Kunstzensur als hinterlistig, beschämend und ungerecht. Der Initiator erscheint mir selbstsüchtig und im politischen wie im gesellschaftlichen Sinn unkorrekt und nicht fähig weiterzudenken beziehungsweise sich an Gesetze zu halten.
Ich bitte darum sich mit diesem Fall auseinanderzusetzen www.kurtschloegl.com
Depression
Der tägliche Kampf gegen die Depression, den du seit einem halben Jahr führst. Im Eiltempo den Alltag erledigst, so schnell wie möglich, um nicht nachzudenken. Du machst dir vor gesiegt zu haben, der Depression den Rücken gekehrt. Du lachst. Am nächsten Tag findest du dich heulend wieder. Es bleibt nicht bei dem kurzen Prozess des Weinens. Du erbrichst dich, kannst es dir nicht erklären und weinst stundenlang. Dabei dachtest du seist stärker als die Macht der Gedanken, deiner Traurigkeit. Du wolltest dein Ding durchziehen und gehst in Selbstzweifel unter. Die Vorwürfe gegen du dich tapfer gewehrt hast, brechen über dich herein. Du sitzt einfach nur da, im Selbstmitleid versinkend.
So wolltest du nicht enden. So nicht.
Genau diese Situation versuchtest du fortwährend zu vermeiden. Jetzt hat sie dich doch eingefangen, die Depression.
Der nächste Tag wird besser, redest du dir ein. Morgen bin ich glücklich. Das gelingt dir sogar, doch am Tag darauf trauerst du aufs Neue. Irgendwann merkst du, dass du dich schämst. In der Stadt unter Menschen. Du fühlst dich wertlos und bist fest davon überzeugt die anderen hätten es geschafft, nur du nicht. Du bist ein Versager und wirst es immer bleiben.
Dir kommt vor es gäbe keinen Ort mehr für dich.
Keiner, der dir zur Seite stehen möchte. So wolltest du dich nicht fühlen. So nicht.
Du möchtest nicht mehr sprechen. Dabei hättest du soviel zu sagen.
Du willst geben, traust dich aber nicht zu nehmen.
Den ganzen Tag versuchst du Wärme herbeizuführen, (Heizen, Bewegung, Tee, scharfes Essen, Alkohol) aber was du auch tust dir ist kalt. Es ist ein ewiger Kreislauf.
Du redest dir ein, es wäre nur eine kleine Winterdepression nichts weiter. Morgen wird alles besser werden.
Die Illusion bewahrheitet sich, wieder und wieder.
Lilitha’s dark orient
Das Gestern ist Nichts als ein Traum
und das Morgen nur eine Vision
Aber das Heute richtig gelebt
macht jedes Gestern zu einem
Traum voller Glückaus dem Sanskrit









